DMG MORI CMX 800 V — vertikales Bearbeitungszentrum während der Bewertungsaufnahme

RATGEBER

Wie wir Ihre CNC-Maschine bewerten — vier Faktoren und der vollständige Ablauf

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Sie wollen wissen, was Ihre CNC-Werkzeugmaschine heute wert ist. Nicht den Buchwert aus der AfA-Tabelle, nicht den Listpreis einer fünf Jahre alten Marktbroschüre, sondern den realen Erlös, den Sie bei einem Verkauf in den nächsten Wochen erzielen können. Dieser Artikel beschreibt, wie wir auf diesen Wert kommen — Schritt für Schritt, mit den Faktoren, die wirklich zählen, und ohne die marketingüblichen Beschönigungen.

Wir bewerten jedes Jahr mehrere hundert CNC-Werkzeugmaschinen — Fräsmaschinen, Drehmaschinen, Bearbeitungszentren, Schleifmaschinen, EDM, Großformat — für Verkäufer aus ganz Deutschland. Die Bewertung ist kostenlos und unverbindlich. Sie verpflichtet Sie zu nichts; Sie bekommen eine realistische Preisspanne, mit der Sie weitermachen können wie es für Sie passt.


Die vier Faktoren, an denen sich der Wert einer gebrauchten CNC-Maschine entscheidet

Im Sekundärmarkt für CNC-Werkzeugmaschinen gibt es etwa fünfzehn Variablen, die in eine vollständige Bewertung einfließen. Vier davon machen rund 80 % des Endpreises aus. Wenn Sie diese vier Faktoren für Ihre Maschine kennen, können Sie die Bewertung, die Sie von uns oder einem anderen Käufer bekommen, eigenständig plausibilisieren.

1. Marke und Modell

Der größte Einzelfaktor. Eine Hermle C 32 U mit Heidenhain TNC 640, Baujahr 2018, 7.000 Spindelstunden bewegt sich heute in der Spanne von rund 95.000 bis 130.000 €. Eine technisch vergleichbare 5-Achs-Maschine einer Standardmarke mit identischen Eckdaten liegt eher zwischen 35.000 und 55.000 €. Der Unterschied — Faktor zwei bis drei — ist nicht Marketing, sondern messbarer Wiederverkaufspreis am Sekundärmarkt.

Premiumsegment mit höchster Werterhaltung: Hermle, DMG MORI (insbesondere die deutschen Linien DMU/DMC, NHX und die japanischen NLX/NTX), Mazak Integrex und Variaxis, Okuma Multus und MB, Studer Rundschleifmaschinen, Mori Seiki Maschinen aus der Vor-Fusionszeit (vor 2013).

Solides mittleres Segment: Haas, DN Solutions (ehemals Doosan), Hyundai-Wia, Matsuura, Hurco, Mikron, Spinner.

Branchen-Spezialisten mit eigenem Markt: Soraluce und Nicolás Correa für Großformatfräsmaschinen, Reiden für Schweizer Präzision, Studer für Rundschleifen, ONA für Senkerodieren, Timesavers für Blech-Bandschleifen.

Marken, die wir prüfen, aber meist konservativ bewerten: chinesische Massenmarken, ältere osteuropäische Hersteller ohne aktive Ersatzteilversorgung, regional begrenzte Marken ohne internationales Servicenetz.

2. Steuerungsgeneration

Bei einer Premiummarke kann die Steuerung den Wert um 20 bis 35 % verschieben. Eine Hermle mit Heidenhain TNC 640 ist im Wiederverkauf deutlich begehrter als dieselbe Maschine mit iTNC 530 — selbst bei identischer Mechanik. Eine DMG MORI mit CELOS und TNC 640 liegt am oberen Rand der Marktspanne; dieselbe Maschine mit älterer Steuerung am unteren Rand.

Die aktuellen Standardsteuerungen mit hoher Wiederverkaufsattraktivität:

  • Heidenhain TNC 7 und TNC 640 für Fräsmaschinen — der internationale Standard in Formenbau, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik
  • Siemens 840D sl für Bearbeitungszentren, HMC und Multitasking-Maschinen
  • Fanuc 31i und 32i für Drehmaschinen und produktionsorientierte Fräsbearbeitung
  • MAZATROL SmoothX, SmoothG, SmoothAi für Mazak-Maschinen
  • OSP-P300/P500 für Okuma — die einzige große Eigenentwicklung neben MAZATROL, die im Wiederverkauf einen Aufschlag bringt

Ältere Generationen wie iTNC 530, Heidenhain TNC 426, ältere Siemens 810D oder ältere Fanuc 18i/21i reduzieren den Wiederverkaufspreis gegenüber den aktuellen Generationen — nicht weil sie schlecht wären, sondern weil der Endkäufer die Integrationskosten in eine moderne Werkstattumgebung höher kalkuliert.

3. Spindelstunden und Wartungshistorie

Die Spindelstunden sind ein wichtiger, aber nicht der wichtigste Faktor — und sie sind ohne Wartungskontext nur die halbe Geschichte. Eine Hermle C 32 U mit 18.000 Stunden und lückenloser Wartungshistorie ist mehr wert als dieselbe Maschine mit 6.000 Stunden ohne dokumentierte Wartung, weil das Risiko aus Käufersicht im ersten Fall niedriger ist.

Orientierungsspannen, die wir intern verwenden:

  • Unter 5.000 Stunden: sehr niedrig — typisch für Werkzeugbau, Hochpräzisionsformenbau, intermittierende Nutzung
  • 5.000 bis 12.000 Stunden: normal für Werkstätten mit Einschichtbetrieb und gemischter Auslastung
  • 12.000 bis 20.000 Stunden: intensiv — Zweischichtbetrieb, Serienfertigung, häufiger Einsatz
  • Über 20.000 Stunden: sehr intensiv — meist Dreischicht oder durchlaufende Produktion; Spindeldiagnose vor dem Verkauf empfehlenswert

Wie Sie die Spindelstunden auslesen: bei Heidenhain TNC 640 über die MOD-Taste → “Maschinenparameter” → “Spindelstunden”. Bei Siemens 840D sl über das Diagnosemenü → “Werkzeug- und Spindelübersicht”. Bei Fanuc im Wartungsmenü unter “Spindle Status”. Bei MAZATROL unter “Maintenance Menu” → “Operation Status”. Wenn Sie unsicher sind: Fotografieren Sie den jeweiligen Bildschirm — wir lesen den Zähler aus dem Foto ab.

Genauere Details zum Stellenwert der Spindelstunden in der Bewertung finden Sie im Ratgeber Spindelstunden und Preis.

4. Ausstattung und Optionen

Identische Maschinen mit unterschiedlicher Ausstattung haben unterschiedliche Werte — manchmal mit 30 bis 50 % Abstand. Die wichtigsten Aufpreis-Faktoren:

  • Erweitertes Werkzeugmagazin (60, 90, 120 Plätze statt der Basisversion mit 24–32)
  • Innere Kühlmittelzufuhr (IKZ), bevorzugt mit hohem Druck (40 bar und mehr)
  • Palettensystem (Hermle RS 05-2, HS flex; DMG PH 150, PH 300; Mazak Palletech) — kann den Wert der Gesamtinstallation um 25 bis 60 % gegenüber der isolierten Maschine erhöhen
  • Messsystem (Renishaw OMP, Blum, integriertes Werkstück- und Werkzeugmessen)
  • Automation (Robo2Go, externe Roboterzelle, Drehmaschinen-Stangenlader, automatischer Werkzeugwechsel zur Spindel)
  • Schwenk-Drehtische (NC-Rundachse mit hoher Genauigkeit, Heidenhain RCN) bei klassischen 3-Achs-Maschinen
  • Hochfrequenzspindeln über 18.000 RPM bei HSC-Anwendungen
  • HSK-Werkzeugaufnahmen statt BT/SK in der gleichen Maschine

Unser Bewertungsablauf — Schritt für Schritt

Der gesamte Bewertungs- und Angebotsprozess folgt einem festen Schema. Wir machen das so, weil wir mehrere hundert Bewertungen pro Jahr abwickeln und nur mit einem konsistenten Ablauf realistische Preise garantieren können.

Schritt 1 — Datenerhebung (Sie, etwa 10 Minuten)

Sie schicken uns per E-Mail, WhatsApp oder über das Bewertungsformular:

  • Marke, Modell, Baujahr
  • Foto des Typenschilds (mit Seriennummer)
  • Foto des CNC-Steuerungs-Bildschirms (Hauptmenü reicht — wir sehen Steuerungstyp und -version)
  • Foto der Maschine außen (Gesamtansicht)
  • Spindelstunden (gerne aus der Steuerung fotografiert)
  • Aktueller Betriebszustand (in Produktion / stillgelegt / nicht funktionstüchtig)
  • Standort (Postleitzahl reicht für die Logistikkalkulation)

Optional, aber wertsteigernd: Wartungsbuch oder -historie, Liste der Zusatzoptionen, letzter Inspektionsbericht falls vorhanden.

Schritt 2 — Marktabgleich (Wir, intern, etwa 4 bis 18 Stunden)

Unser Bewertungsteam gleicht die Maschinendaten gegen drei Quellen ab:

  1. Eigene Transaktionshistorie: Was haben wir in den letzten 12 bis 18 Monaten für vergleichbare Maschinen tatsächlich bezahlt — und zu welchem Preis weiterverkauft?
  2. Europäische B2B-Handelsplattformen: aktuelle Angebote für dieselbe Marke, dasselbe Modell, ähnliches Baujahr. Wir filtern Mondpreise von verkauften Maschinen.
  3. Nachfrage aus unserem Endabnehmernetzwerk in 15+ Ländern — Deutschland, EU, Türkei, Mexiko, Indien, Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich. Welches Land fragt aktuell aktiv nach genau dieser Konfiguration?

Aus den Abgleichsdaten ergibt sich eine realistische Wiederverkaufsspanne. Unser Ankaufpreis liegt darunter — wir müssen die Differenz mit Logistik, Vorfinanzierung, Lagerung, technischer Aufbereitung und unserem Margenbedarf rechtfertigen. In der Regel liegt unser Ankauf bei etwa 60 bis 75 % des oberen Endes der Wiederverkaufsspanne.

Schritt 3 — Unverbindliche Bewertung (Sie erhalten, innerhalb von 24 Stunden)

Sie bekommen schriftlich:

  • Eine konkrete Preisspanne (z. B. “70.000–85.000 €”)
  • Die Annahmen, auf denen die Spanne basiert (Spindelstunden, Steuerung, Zustand)
  • Was den Preis nach oben oder unten verschieben würde
  • Ob ein Vor-Ort-Termin sinnvoll ist, um die Bewertung zu verdichten

Diese Bewertung ist unverbindlich für beide Seiten. Sie können sie verwenden, um andere Angebote zu vergleichen, sie als interne Diskussionsgrundlage nehmen, oder sie ignorieren — alles ist in Ordnung.

Schritt 4 — Vor-Ort-Termin (optional, kostenlos)

Bei Maschinen mit Wiederverkaufswert über etwa 60.000 € machen wir typischerweise einen Vor-Ort-Termin, bevor wir das verbindliche Angebot stellen. Was wir vor Ort tun:

  • Spindeldiagnose — Rundlaufmessung an der Werkzeugaufnahme (HSK oder BT/SK), Schwingungsmessung im Leerlauf bei verschiedenen Drehzahlen, akustische Prüfung, Temperaturmessung der Spindellager unter Last
  • Führungen und Achsen prüfen — Sichtprüfung der Linearführungen, Messung des Achsspiels, Kontrolle der Schmierung
  • CNC-Steuerung auslesen — vollständige Spindelstunden, Fehlerprotokoll, Diagnoseseite
  • Werkzeugmagazin durchgehen — Anzahl Plätze, Zustand der Werkzeugaufnahmen, Funktion des Wechslers
  • Optionen verifizieren — IKZ-Druck, Messsysteme, Paletten, Automation

Der Vor-Ort-Termin dauert je nach Maschinengröße zwischen 90 Minuten und einem halben Tag. Sie bezahlen nichts — auch wenn am Ende kein Geschäft zustande kommt.

Schritt 5 — Verbindliches Angebot (Sie erhalten, schriftlich)

Aus der unverbindlichen Spanne wird ein konkreter Wert. Das verbindliche Angebot enthält:

  • Endpreis (z. B. 78.500 €)
  • Zahlungsmodalität (in der Regel Banküberweisung; bei höheren Beträgen Confirming als Option)
  • Zahlungstermin — schriftlich vereinbart, Eingang auf Ihrem Konto vor Beginn der Demontage
  • Abholtermin — konkretes Datum oder Wochenfenster
  • Transportverantwortung — wir übernehmen Demontage, Verladung, Transport, Versicherung; Sie haben keine Logistikkosten
  • Gültigkeitsdauer — sieben Kalendertage ab Ausstellungsdatum

Das Angebot ist ein bindendes Vertragsangebot nach deutschem Recht. Sie können es schriftlich annehmen, schweigend verfallen lassen oder formell ablehnen. Mit der Annahme kommt der Kaufvertrag zustande.


Welche Dokumente helfen Ihnen, einen höheren Preis zu erreichen

Die Bewertung ist eine Kombination aus Marktdaten und Risikoeinschätzung. Je weniger Risiko der Käufer trägt, desto näher am oberen Ende der Marktspanne liegt das Angebot. Diese Dokumente reduzieren das Risiko spürbar:

Wartungsbuch oder Wartungshistorie. Eine durchgehende Dokumentation aller Wartungsintervalle, Ölwechsel, Filterwechsel, Spindelinspektionen über die Lebensdauer der Maschine. Bei DMG MORI, Hermle und Mazak sind diese Bücher oft im Lieferumfang gewesen — wenn das Original noch im Büro liegt, suchen Sie es heraus. Maschinen mit lückenloser Historie liegen typischerweise 8 bis 15 % über dem Mittelwert.

Originalbelege oder Kaufübernahmevertrag. Der Erstkaufvertrag mit Kaufpreis, Lieferdatum und ursprünglicher Ausstattungsliste. Hilft uns, die Maschine eindeutig zu identifizieren und ursprüngliche Optionen gegen aktuelle Ausstattung abzugleichen.

Letzter Inspektionsbericht. Wenn die Maschine in den letzten 12 bis 24 Monaten geometrisch vermessen wurde (Laserinterferometer, Ballbar, Renishaw-Vermessung), legen Sie den Bericht bei. Dokumentierte Geometrie unter den Herstellertoleranzen schiebt die Bewertung deutlich nach oben.

Sicherheitsprüfungs-Protokolle. Die jährliche elektrische Prüfung nach DGUV V3 (ehemals BGV A3) und ggf. die UVV-Maschinenprüfung. Maschinen mit aktuellem Prüfprotokoll sind sofort einsatzbereit beim Endkäufer — was wir an Sie weitergeben können.

Foto-Dokumentation der jüngeren Wartung. Ein neu installiertes Kühlsystem, eine nachgerüstete Steuerung, ein Spindelaustausch in den letzten Jahren — mit Foto und idealerweise Rechnung. Jede dokumentierte Investition der letzten 3 bis 5 Jahre schlägt sich in der Bewertung nieder.

Konformitätserklärung und Maschinenrichtlinie-Unterlagen. Bei Maschinen, die nach 1995 (Maschinenrichtlinie 89/392/EWG bzw. später 2006/42/EG) in Verkehr gebracht wurden, die EG-Konformitätserklärung. Bei Maschinen aus der Zeit davor ist die CE-Kennzeichnung nicht zwingend, aber für den Wiederverkauf nach EU-Recht hilfreich.


Unverbindliche Bewertung vs. verbindliches Angebot — der entscheidende Unterschied

Die zwei Begriffe werden im Sprachgebrauch oft vermischt. Sie sind aber rechtlich und kommerziell sehr verschieden:

Unverbindliche Bewertung: eine Preisspanne, kostenlos, schriftlich, 24 Stunden nach Datenerhalt. Sie verpflichtet weder Sie noch uns. Sie ist eine realistische Marktorientierung — keine Angebotsabgabe im Sinne des § 145 BGB. Sie können sie weitergeben, vergleichen, ignorieren.

Verbindliches Angebot: eine konkrete Zahl, schriftlich, sieben Kalendertage gültig, mit allen Vertragsbedingungen. Es ist ein bindendes Vertragsangebot. Mit Ihrer schriftlichen Annahme kommt der Kaufvertrag zustande. Wir können das Angebot innerhalb der Gültigkeitsdauer nicht einseitig zurückziehen — abgesehen von dokumentierten Falschangaben, die bei der Vor-Ort-Prüfung auffallen würden.

Warum dieser zweistufige Prozess? Weil die unverbindliche Bewertung auf Foto- und Datenbasis erstellt wird und das verbindliche Angebot zusätzlich auf Vor-Ort-Inspektion bei hochwertigen Maschinen aufbaut. Wir wollen Ihnen nicht eine Zahl nennen, die wir später um 20 % senken müssen — und wir wollen Ihnen umgekehrt keine Zahl nennen, die wir nicht halten können. Die zweistufige Struktur schützt beide Seiten.


Warum unsere Bewertungen verlässlich sind

Wir wickeln jährlich mehrere hundert Ankäufe ab — von einzelnen Bearbeitungszentren bis zu kompletten Hallenräumungen. Diese Volumen-Erfahrung ist der eigentliche Grund, warum unsere Bewertungen näher am tatsächlichen Marktpreis liegen als die eines Gelegenheitskäufers oder einer Online-Plattform mit Listenpreisen:

  • Reale Transaktionsdaten statt Katalogpreise. Marktstudien aus dem Werkzeugmaschinenbau (CECIMO, VDW Jahresberichte) liefern Trends — keine konkreten Verkaufspreise. Wir kennen die konkreten Preise, weil wir sie selbst gezahlt haben.
  • Endabnehmer-Netzwerk in 15+ Ländern. Eine Hermle C 42 U geht heute eher nach Norditalien als nach Polen; ein Mazak Integrex eher in die Türkei als nach Frankreich; ein Studer S41 eher in die Schweiz oder nach Süddeutschland als in den Osten Europas. Wir wissen, welcher Markt aktuell zahlt — und wie viel.
  • Eigenes Kapital, kein Vermittler. Wir kaufen mit eigenem Kapital. Das bedeutet, dass wir keine Provisionsabschläge einrechnen müssen und keinen Schwebezustand “wir suchen erst noch einen Käufer” akzeptieren. Der Preis, den wir Ihnen nennen, ist der Preis, den Sie bekommen.
  • Konsistenter Prozess. Dieselbe Methodik für eine 25.000-€-Maschine wie für eine 400.000-€-Anlage. Das schließt Bewertungsfehler durch Bauchgefühl aus.

Mehr zur Marktdatenlage in Deutschland finden Sie im Marktanalyse-Ratgeber für gebrauchte Industriemaschinen und in der Übersicht der sechs Wertfaktoren einer gebrauchten CNC-Maschine.


Was tun, wenn die Bewertung niedriger ausfällt als erwartet

Es kommt vor — vor allem, wenn die ursprüngliche Wertvorstellung auf dem Kaufpreis oder dem Buchwert basiert, nicht auf dem realen Sekundärmarkt. Drei sinnvolle Schritte:

  1. Fragen Sie nach den konkreten Annahmen. Wir erklären gerne, an welchen Eckdaten unsere Spanne hängt — Steuerungsgeneration, Spindelstunden-Bewertung, Marktnachfrage in Ihrer Region. Manchmal stellt sich dabei heraus, dass eine Option nicht erfasst war oder die Spindelstunden falsch übermittelt wurden.
  2. Vergleichen Sie mit zwei oder drei anderen Angeboten. Seriöse Marktteilnehmer liegen typischerweise innerhalb einer Bandbreite von 10 bis 15 %. Liegt ein Angebot deutlich darüber, ist das oft ein Verkaufsmakler ohne eigenes Kapital, der Ihren Preis weitergeben muss — siehe unseren Ratgeber zum besten Verkaufskanal.
  3. Erwägen Sie den Privatverkauf. Wenn Sie Zeit haben (mehrere Monate) und mit aktiver Mitwirkung leben können, präsentieren wir die Maschine vertraulich qualifizierten Endkäufern in unserem Netzwerk. Das bringt typischerweise 10 bis 25 % mehr Erlös als der Direktankauf — kostet aber Zeit und Verfügbarkeit für Vorführungen. Siehe So funktioniert es für die Kanalwahl.

Fordern Sie eine kostenlose Bewertung für Ihre CNC-Maschine an. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden mit einer ersten Einschätzung — unverbindlich, schriftlich, vertraulich.

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Senden Sie uns Daten und Fotos: unverbindliche Bewertung ohne Aufwand. Direktankauf in ganz Deutschland mit vereinbarter Zahlung vor der Abholung.

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Häufige Fragen

1.Wie kommt ihr auf einen konkreten Preis für meine Maschine?

Wir gleichen Ihr Modell mit aktuellen Transaktionen aus unserer eigenen Handelsdatenbank und mit Daten europäischer Maschinenbörsen ab — keine Katalogpreise und keine Listpreis-Tabellen. Marke, Baujahr, Steuerung, Spindelstunden und Ausstattung ergeben einen Bewertungsrahmen. Aus den realen Verkäufen der letzten 12 bis 18 Monate für vergleichbare Maschinen leiten wir die Spanne ab, in der sich der Wiederverkaufspreis bewegt — und davon ausgehend, was wir Ihnen heute zahlen können.

2.Was ist der Unterschied zwischen unverbindlicher Bewertung und verbindlichem Angebot?

Die unverbindliche Bewertung ist eine Preisspanne, die wir Ihnen in 24 Stunden nach Eingang der Daten zuschicken — ohne Vertrag, ohne Verpflichtung Ihrerseits, ohne Verpflichtung unsererseits. Sie dient Ihnen als realistische Orientierung. Wenn Sie weitergehen wollen, verdichten wir die Spanne zu einem konkreten Zahlenwert: dem verbindlichen Angebot. Es ist schriftlich, sieben Kalendertage gültig und enthält alle Bedingungen — Preis, Zahlungsmodalität, Abholtermin, Transportverantwortung.

3.Welche Dokumente helfen, eine höhere Bewertung zu erreichen?

Wartungsbuch oder Wartungshistorie aus der CNC-Steuerung, Originalbelege oder Übernahmevertrag vom Erstkauf, letzter Inspektionsbericht falls vorhanden, Spindelstundenzähler-Auslesung, Mängelfreiheitsbescheinigung der jährlichen Sicherheitsprüfung. Maschinen mit lückenloser Wartungsdokumentation liegen in der Bewertung typischerweise im oberen Drittel der Marktspanne; Maschinen ohne Historie eher im mittleren Bereich, weil der nachfolgende Käufer für Unsicherheit einen Abschlag verlangt.

4.Müsst ihr die Maschine vor Ort sehen, um zu bewerten?

Für die unverbindliche Bewertung in der Regel nicht — Fotos, Typenschild und Steuerungs-Bildschirm reichen für eine realistische Spanne. Für das verbindliche Angebot bei Maschinen mit Wiederverkaufspreis über etwa 60.000 € machen wir meistens einen Vor-Ort-Termin, weil dort die genaue Spindeldiagnose und Sichtprüfung der Führungen den Endpreis um 10 bis 25 % verschieben können. Vor-Ort-Termine sind kostenlos und unverbindlich; der Techniker kommt mit den nötigen Messmitteln (Rundlaufprüfung, Schwingungsmessung).

5.Wer bezahlt die Spindeldiagnose oder eine technische Inspektion?

Bei unseren eigenen Vor-Ort-Terminen niemand — wir bringen die Messmittel selbst mit und führen Rundlauf, Schwingungsmessung und Sichtprüfung kostenlos durch. Sollten Sie für andere Zwecke (Versicherung, Steuerberatung, Insolvenzakte) ein offizielles Sachverständigengutachten benötigen, sind das gesonderte Kosten zwischen 800 und 2.500 €, die ein anerkannter Sachverständiger berechnet — siehe unseren [Ratgeber zur Bewertung von Industriemaschinen](/bewertung-industriemaschinen/).

6.Was bedeutet 'reale Marktdaten' konkret — woher kommen eure Vergleichszahlen?

Drei Quellen: erstens unsere eigene Transaktionshistorie mit mehreren hundert abgewickelten Käufen pro Jahr — wir wissen, was wir für eine Hermle C 32 U mit Heidenhain TNC 640 vor sechs Monaten tatsächlich gezahlt haben und wofür wir sie weiterverkauft haben. Zweitens die führenden europäischen B2B-Handelsplattformen für gebrauchte Werkzeugmaschinen, auf denen wir tägliche Daten zu Angebotspreisen sehen. Drittens unser Netzwerk von Endabnehmern in 15+ Ländern, das uns sagt, was sie heute für eine bestimmte Konfiguration zu zahlen bereit sind. Daraus entsteht eine Spanne, nicht ein invertierter Listenpreis.

7.Warum ist eure Bewertung anders als die meines Steuerberaters?

Ihr Steuerberater berechnet den Buchwert nach steuerlichen AfA-Tabellen — bei CNC-Werkzeugmaschinen meist 8 oder 10 Jahre linear. Eine 15 Jahre alte Maschine steht bei Ihnen mit 1 € in der Bilanz, hat aber real noch einen Marktwert von 30.000 oder 50.000 €. Umgekehrt: eine neu beschaffte Standardmaschine kann nach drei Jahren buchhalterisch noch 60 % wert sein, am Sekundärmarkt aber nur 35 %. Wir bewerten den realen Verkehrswert für den Verkauf — der Buchwert spielt für die Bilanzbereinigung eine Rolle, nicht für den tatsächlich erzielbaren Erlös.

8.Wie geht ihr mit Maschinen um, deren genauer Zustand niemand kennt?

Bei stillgelegten Maschinen ohne aktuelle Inspektionsdaten arbeiten wir mit konservativen Annahmen — vor allem zur Spindel und zur Funktionsfähigkeit der CNC-Steuerung nach längerer Standzeit. Das spiegelt sich in der Bewertung wider, weil wir das Risiko der Unkenntnis tragen. Eine sinnvolle Alternative: Wir kommen vor Ort, drehen die Maschine kurz ein, lesen die Steuerung aus und prüfen die Spindel akustisch und per Rundlaufmessung. Mit den Daten verschiebt sich die Bewertung typischerweise nach oben, weil wir nicht mehr ins Risiko kalkulieren müssen.

9.Wie häufig liegt ihr daneben — werden Bewertungen oft nachverhandelt?

Bei vollständig dokumentierten Maschinen und ausreichendem Fotomaterial entspricht das verbindliche Angebot in über 90 % der Fälle dem oberen Bereich der unverbindlichen Bewertung; eine Nachverhandlung ergibt sich praktisch nur, wenn bei der Sichtkontrolle ein vorher nicht bekannter Defekt auftaucht (beschädigte Führung, defekte Steuerungs-Platine, undokumentierter Spindelschaden). Wir kommunizieren solche Funde transparent mit Reparaturkostenschätzung — wenn der Verkäufer das nicht akzeptiert, ziehen wir das Angebot zurück; wir treiben den Preis nicht künstlich nach unten.

10.Was passiert nach Annahme des verbindlichen Angebots?

Innerhalb von 24 Stunden nach Ihrer schriftlichen Zusage schicken wir den Kaufvertrag und die Zahlungsvereinbarung. Die Zahlung erfolgt per Banküberweisung — der Eingang auf Ihrem Konto wird Ihnen schriftlich bestätigt, bevor wir mit der Demontage beginnen. Demontage und Transport koordinieren wir; die Abholung erfolgt typischerweise innerhalb von 5 bis 10 Arbeitstagen nach Vertragsunterschrift. Bei Schwerlastmaschinen mit Riggern und Sondertransport planen wir individuell, mit festem Termin.

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